Im Team erfolgreich: Advanced Manned-Unmanned Teaming von UMAT und MAT
Die ESG demonstrierte, wie ein UAV aus einem bemannten Hubschrauber heraus als Unmanned Wingman auftragsbasiert befehligt werden kann.

Fürstenfeldbruck, 20. November 2018

Im Rahmen einer Live-Demonstration belegte die ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH einmal mehr ihre Technologiekompetenz für Systemintegration und Missionssysteme im Bereich bemannte und unbemannte fliegende Systeme.
Die ESG führte mit der Wehrtechnischen Dienststelle 61 (WTD 61) im Auftrag des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) auf dem Flugplatz der WTD 61 in Manching gemeinsame Demonstrationsflüge des (bemannten) Missionsausrüstungsträgers (MAT) auf Basis UH-1D der WTD 61 und des Unbemannten Missionsausrüstungsträgers (UMAT) auf Basis UMS Skeldar R 350 der ESG erfolgreich durch.
Dabei flogen MAT und UMAT als echtes Team: Die Flugversuchsingenieure der ESG und der WTD 61 steuerten und überwachten den UMAT aus dem MAT heraus („Advan-ced Manned-Unmanned Teaming)“.
Die Flexible Mobile Bodenkontrollstation der ESG (FlexMobBKS) fungierte während der Versuche als zusätzliche Sicherheitsinstanz.
Während der Demonstration wurden viele Aspekte der Flugdurchführung durch den Operateur im bemannten Hubschrauber als Auftrag an die unbemannte Plattform formuliert: „Liefere Aufklärungsdaten von einem bestimmten Ort Y“, „erkunde die Waldkante von Position X bis Position Y“ oder „kläre mögliche Landezonen für den MAT auf“. Diese hochkomplexen Aufgaben waren nur durch den realisierten hohen Grad an Automation in der unbemannten Plattform UMAT möglich. Automatisiert wurden für die Versuchsflüge u.a. das Routenmanagement, das Sensormanagement sowie das Datenlinkmanagement. Die Routenplanung erfolgte beispielsweise unter Berücksichtigung von Bedrohungen, Fluggebieten, Sensoreigenschaften und Datenlinkabdeckung.

Die Flüge waren ein zentraler Meilenstein im Projekt MiDEA (Missionsbegleitung durch Drohnen zur Erkundung und Aufklärung), das in der logischen Folge der bereits von der ESG erfolgreich durchgeführten Kampagne MUM-T (Manned-Unmanned-Teaming) und der Studie VTOL-UAS, bei der eine erste Technologie-Roadmap für die Kooperation bemannter und unbemannter Drehflügler betrachtet wurde, steht.

Nicht nur Christoph Weber, Leiter ESG DEFENCE + PUBLIC SECURITY, sondern auch die zahlreichen Teilnehmer aus dem Bereich der Bundeswehr und der Industrie zeigten sich ausgesprochen zufrieden mit den Ergebnissen der Leistungsdemonstration. Die Beteiligten Unternehmen ESG und UMS Skeldar (als Hersteller des UMAT) bewiesen sowohl die umfassende Funktionalität des Teams UMAT-MAT als auch die sichere Kommunikation und Datenübermittlung über die entsprechenden Datenlinks. Aus diesen in der Live-Demonstration nachgewiesenen Erkenntnissen kann nun echter Mehrwert für Entwicklung geeigneter Technologien und Verfahren für unterschiedlichste Einsatzsze-narien des gemeinsam operierenden Manned-Unmanned-Teams für die Bundeswehr abgeleitet werden.


Seit fünf Jahrzehnten zählt die ESG zu den führenden deutschen Unternehmen für die Entwicklung, Integration und den Betrieb komplexer, sicherheitsrelevanter Elektronik- und IT-Systeme mit heute über 300 Mio. EUR Umsatz. Fast 2.000 Mitarbeiter der ESG-Gruppe mit den Marken ESG DEFENCE + PUBLIC SECURITY, CYOSS (Cyber Security und Data Analytics) und ESG MOBILITY erbringen in Deutschland und international für Kunden aus Behörden, Verteidigung und Industrie Leistungen in der Logistik, der Systementwicklung, dem Training und der Beratung. Unabhängige Prozess- und Technologieberatung ist eine der Schlüsselkompetenzen der ESG. Technologietransfer zwischen den Märkten ist die Basis für den entscheidenden Beitrag zur Wertschöpfung unserer Kunden.

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